Kerala
"Welcome to Gods own country" liest man auf Begrüßungsschildern am Flughafen von Kochi. Kerala gilt als
einer der schoensten und wohlhabendsten Staaten Indiens. Bemerkenswert ist die Alphabetisierungsquote von 95%. Bekannt ist die Region auch für ihren vergleichsweise langsamen,
entspannten Lebensrhythmus.
Bis man die Altstadt von Kochi erreicht, muss man sich allerdings noch etwas gedulden. Die Busfahrt dauert etwa eineinhalb
Stunden, die meiste Zeit geht es durch die graue und wenig interessante Neustadt von Ernakulam.
In Fort Kochin angekommen, lasse ich mir - ganz gegen meine Gewohnheit - gleich vom Busbegleiter ein Hotel empfehlen, keine fünf
Minuten spaeter kommt der Besitzer mit dem Motorrad, um mich abzuholen.
"Jojies Home Stay " ist ein Hotel mit einer angenehmen, familiären Atmosphäre. Die Art, wie Jojie und seine Frau für das
Wohlergehen der Gäste sorgen, ist persönlich, ohne dabei aufdringlich zu sein. (Was wahrscheinlich nur bei der derzeit geringen Auslastung der Zimmer möglich ist): Jojie bringt mich in ein
Restaurant, in dem es westliche Snacks gibt, organisiert mir, nachdem er mich zu einem Theaterbesuch ueberredet hat, auch gleich die Eintrittskarte und bringt mich zum
Aufführungsort.
So sitze ich nur eineinhalb Stunden nach meiner Ankunft in einer Aufführung des traditionellen Kathakali-Theaters - und
bereue dies durchaus nicht: Spannend sind vor allem die Masken, deren Herstellung Teil der Vorstellung ist, die Musik (Trommeln, ein Sänger mit zwei kleinen Becken) sowie
die Präsentation der Zeichensprache und Farbensymbolik des Theaters. Das Stück dagegen, eine Episode aus dem "Mahabaratha", in der der Held Bhima den Dämonen Baka zur Strecke
bringt, erschliesst sich Nichteingeweihten kaum ohne das an der Kasse ausgegebene Handout.
Am Ende siegt der Träger der grünen Maske. In Kerala ist Grün immer die Farbe der Hoffnung.
* * *
Auf dem Heimweg zum Hotel gibt es ploetzlich einen Stromausfall - komplette Dunkelherit, Orientierung
ausgeschlossen - da haelt auf der gegenueber liegenden Strassenseite ein Motorrad an, und wer sollte es anders sein als der allgegenwaertige Jojie...
Jojie war lange bei der indischen Marine. Spaeter arbeitete er als "Verkehrs-Supervisor" am Flughafen von Kuweit und kehrte
erst vor einem halben Jahr in seine Heimat Kerala zurueck, um ein Hotel zu eroffnen. Vor allem ist ihm daran gelegen, dass seine Kinder hier aufwachsen.
Spaeter am Abend bringt er mich ins neu eröffnete Restaurant "Oceano", in dem ich ein Thunfisch-Curry esse, das mich
meine (an sich nicht so hohe) Meinung von Meeresfrüchten überdenken lässt!
Schwierig ist es, wie so oft in Indien, an ein Bier zu kommen: Außer einigen vermutlich überteuerten Clubs gibt es
nur eine Bar in der Altstadt, die nicht eben einladend ist, eher einer Tankstelle gleicht, in der die ueberwiegend ausländischen Gäste mit Kingfisher-Bier abgefüllt
werden...
Auf dem Weg zum Hafen sehe ich einen Mann bewegungslos auf dem Rücken am Strassenrand liegen, unbeachtet von den Passanten.
Als ich etwa eine halbe Stunde spaeter wieder an der Stelle vorbeikomme, liegt er immer noch da, in unveraenderter Haltung.
* * *
Am zweiten Tag leihe ich mir ein Fahrrad, um das recht weitlaeufige Fort Kochi naeher zu erkunden.
Kochi ist eine der fruehesten "multikulturellen" Staedte Suedasiens. Vor allem war es in der Geschichte immer ein wichtiger Umschlagplatz des Gewürzhandels. Die Region ist berühmt für ihren schwarzen Pfeffer.
Ueberall sieht man noch den Einfluss der Portugiesen, die hier Anfang des 16. Jahrhunderts ihre erste Handelsniederlassung
gruendeten. Die St. Francis Church im Zentrum ist die erste europäische Kirche auf indischem Boden. In ihr findet sich die Grabstaette Vasco da Gamas, der in Kochi starb (dessen
Gebeine aber spaeter nach Lissabon gebracht wurden.)
Erst ist es in der Kirche wunderbar ruhig, dann kommen zwei oder drei Reisebusse vorgefahren, die innerhalb weniger Minuten eine
riesige Reisegruppe ausspucken. Allem Anschein nach sind es pensionierte hollaendische und amerikanische Priester, mit grossen Entdeckeraugen, vielleicht auf einer Rundreise zu den denkwuerdigen
Kirchen dieser Erde...
Etwa fuenf Kilometer von hier entfernt im Stadtteil Mattancherry gibt es ein holländisches Schloss aus der Zeit der
hollaendischen Kolonialherrschaft im 17. Jahrhundert, als die Niederlaendische Ostindien-Kompanie in Kochi einen Stuetzpunkt hatte. Das Schloss ist in eine noch aeltere hinduistische
Tempelanlage eingebettet.
Betritt man, von den orientalischen Basarstraßen Mattancherrys kommend, die kuehlen und halbdunklen,
niederlaendisch-puritanischen Innenraeume, erlebt man beinahe eine Art kleinen "umgekehrten" Kulturschock. Es gibt hier eine Ausstellung zur Geschichte der Region: Sänften, Throne, alte Karten sowie eine Galerie der Maharadjas von Kochi im Stile alter holländischer
Meister.
An die Ära der Holländer erinnert auch ein schön verwilderter holländischer Friedhof nahe der St. Francis Church.
Keine fuenf Minuten vom Schloss entfernt stoesst man inmitten des Labyrinths der Altstadtgaesschen auf die vierhundert
Jahre alte juedische Synagoge. Erbaut wurde sie von Juden, die um 1524 von arabischen Invasoren aus ihrer urspruenglichen Heimat Cranganore an der Malabarkueste vertrieben wurden und in Kochi
Zuflucht fanden. Von der urspruenglich grossen Gemeinde der "Cochin-Juden" leben allerdings nur noch etwa 20 im heutigen Kochi.
Rings um die Synagoge befinden sich zahlreiche Antiquitaetengeschaefte mit viel Kitsch aber anscheinend auch echten altindischen
Kostbarkeiten.
An der Kueste von Fort Kochi sieht man ueberall die chinesischen Fischernetze mit ihren schweren Holzkonstruktionen, die längst
zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Sie sollen schon im 13. Jahrhundert durch chinesische Kaufleute vom Hof Kublai Khans eingefuehrt worden sein. Die Fische, die man mit ihrer Hilfe vom
Meeresgrund heraufholt, werden am Ufer in Fischbuden und an Ständen verkauft, teils auch gleich gebraten und verspeist...

Fährt man vom Zentrum aus an der Küste entlang Richtung Süden, kommt man an Luxusvillen mit parkähnlichen Gärten
vorbei. - Wenn Inder es zu Wohlstand bringen, kennen sie meist keine Hemmungen, es auch zu zeigen!
Zahlreiche Spuren hinterlassen haben in Kochi natürlich auch die etwa 150 Jahre britischer Kolonialherrschaft vom
Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1947.
* * *
Der Rikschafahrer, der mich zum Busbahnhof brachte, hatte mich schon gewarnt: "It will be tiring!" Längere Fahrten mit
Linienbussen sind in Indien selten bequem und können (wenn man westliche Standards gewöhnt ist) qualvoll werden. Dieser hier ist auf der etwa dreistündigen Fahrt nach Alleppey zum Bersten
voll. Als er sich endlich soweit geleert hat, dass man gerade stehen kann, hält er auf dem Busbahnhof einer Provinzstadt und es gibt "Nachschub"...Einmal wird ein Platz frei, auf den ich mich
erleichtert fallen lassen möchte, da werde ich von empörten Frauen weggescheucht: "Ladys section!" Frauen und Männer sitzen im konservativen Kerala auf getrennten Sitzen.
Alleppey ist keine Stadt, in der man sich länger aufhalten muss. Im wesentlichen ist es das Tor zu den berühmten
"Backwaters", einem weitverzweigten System von Wasserwegen, das auf der einen Seite bis an die Küste und auf der anderen bis tief ins Inland hineinreicht. Ein bei betuchteren Indern wie
Ausländern beliebtes Erholungskonzept ist es, sich auf einem Hausboot tagelang in den Gewässern treiben und von der tropischen Landschaft mit Palmenhainen, Dörfern, Tempeln und
Seelilienfeldern inspirieren zu lassen.
Abends in Alleppey sitze ich im Schmuckladen von R., der aus der Himalaya-Region in Nordindien stammt und bespreche mit
ihm die verschiedenen Möglichkeiten, die Backwaters zu erkunden: Man kann morgens mit dem Linienschiff der staatlichen Schiffahrtsgesellschaft über die große Route direkt nach Kollam fahren
- R. nennt es den Highway - oder auf einem Kanu einen halben Tag lang durch die zahlreichen Nebenarme paddeln und Station in einigen kleinen Dörfern am Ufer machen.
R. kann mir eine solche Tour organisieren. Als ich ihn vielleicht etwas skeptisch anschaue, wird er grundsätzlich:
"We only have a short stay here on earth, then we disappear and only come back maybe hundred years later. So how could I cheat
you?"

* * *
Am Ende entscheide ich mich doch für den "Highway" - aus Zeitmangel ebenso wie aus finanziellen Erwägungen. So nehme ich am
nächsten Morgen das Linienboot nach Kollam. Außer mir sitzen auf dem Oberdeck noch ein junges polnisches Pärchen, das auf den Spuren Buddhas durch Nordindien gereist ist und vor der Heimkehr noch
einen kurzen Abstecher nach Kerala macht, eine Lehrerin aus Bayern und noch eine andere deutsche Frau...
Die Inder sitzen lieber auf dem weniger der Sonne ausgesetzten Unterdeck.
Die ersten zwei bis drei Stunden geht es über mittelgroße Wasserwege, die von dichtem tropischem Gehölz umgeben sind. Der Verkehr in den Backwaters besteht größtenteils aus
Hausbooten, sowie kleinen Kanus, mit denen die Einheimischen Früchte, Kokusnüsse und Gewürze transportieren. Fuer sie sind die "romantischen" Flussarme Handels- und Verkehrswege, durch die
sich ihnen die Region erschliesst.
Immer wieder sieht man auch die Boote von Arbeitern, die mit Eimern Sand vom Grund der Gewässer schoepfen. - Eine Knochenarbeit,
mit der sie aber angeblich vier- bis fuenfmal soviel verdienen koennen wie etwa auf den umliegenden Kautschuk-Plantagen.
Einmal bleibt das Schiff ploetzlich liegen, der Motor ueberdreht und geht schliesslich ganz aus. Grund ist, wie die Besatzung
nach einiger Zeit herausfindet, ein Seil, das zwischen beiden Ufern gespannt war. Einige Stuecke davon haben sich in der Schiffsschraube verfangen. Nachdem der Kapitaen selbst sie mit einem
Messer herausgeschnitten hat, kann die Fahrt nach etwa einer Stunde weitergehen.
Zwei Stunden lang gibt es dann wieder nichts als Urwald, Kautschuk-und Kaffee-Plantagen, kleine Doerfer mit Waesche waschenden
Frauen am Ufer, spielende Kinder, Elefanten, Hausboote, mit Kokusnuessen beladene Kanus...Dann sieht man in der Ferne ein rosafarbenes fuenfzehnstoeckiges Hochhaus aus dem Urwald emporragen, bei
dem es sich, den Beschreibungen einer Bekannten zufolge, nur um"Amritapuri", den Ashram von Mata Amitanandramayi Math handeln kann.
Beruehmtheit erlangte Mata Amitanandramayi, kurz Amma oder die "Hugging Mother"
genannt, als eine der ganz wenigen weiblichen Gurus Indiens sowie durch die vermeintlich heilkraeftigeWirkung ihrer
Umarmungen. Heute zieht ihr Ashram einen nicht versiegenden Strom von Pilgern aus aller Welt an. Deren Wunsch nach Ammas ganz persoenlicher Zu- wendung kommt sie mit regelmaessigen
"Darshans" (Segnungen) nach, in deren Verlauf sie manchmal in wahren Umarmungsmarathons tausend und mehr Menschen an sich drueckt. Insgesamt sollen es bis heute ca. 26 000 000 gewesen sein! Einen Namen ueber Indien hinaus machte sie sich durch karikative Aktivitaeten, etwa den Bau von hunderten
Haeusern fuer die Opfer der Tsunami-Katastrophe, eines Krankenhauses, die Gruendung einer Universitaet usw.
Mit zwei anderen Passagieren verlasse ich das Schiff an der Anlegestelle des "Amritapuri". Im Ashram sieht man zu etwa 70%
Frauen, ueberwiegend weiss gekleidet, aller Nationalitaeten. Man trifft hier die Lehrerin aus Hamburg ebenso wie die Aerztin aus Schweden, den Studenten aus Iowa/USA oder die
Kuenstlerin aus Mumbai...
Mein Kommen bereue ich spaetestens in dem Moment nicht mehr, als ich im fuenfzehnten Stock, wo man mir ein Zimmer zugeteilt
hat, den Fahrstuhl verlasse: links weite Sicht ueber die Backwaters, rechts hinter Kokospalmen der Indische Ozean und ein kraefiger Wind, der durch das offene Treppenhaus weht: Der Ort hat
Atmosphaere und ist sicher nicht schlecht gewaehlt fuer einen Ashram!
Den Kern der Anlage bildet das Geburtshaus Mata Amatanandramayis mit einem kleinen Tempel sowie ein spaeter entstandener
groesserer representativer Tempel mit Verwaltungsraeumen. Es gibt Wohnblocks um die immer zahlreicheren Besucher unterzubringen, eine Gebetshalle fuer die Darshans und andere
Grossveranstaltungen, ein ayurvedisches Krankenhaus, mehrere Restaurants, eine "Saft-Bar" sowie einen Swimming-Pool...
Leider ist die "Hugging Mama" mit ihrer Gefolgschaft auf einer ihrer zahlreichen Reisen unterwegs, so dass mir eine
persoenliche Segnung verwehrt bleiben wird.
Etwa hundert Meter vom Ashram entfernt gibt es einen Strand, der bei Sonnenauf und -untergang fuer die Meditation
reserviert ist und an dem das Gebot absoluter Stille herrscht. Einige Dutzende Meditierende sitzen dann hier, den Blick aufs Meer hinaus gerichtet, und es ist so still, dass man eine Stecknadel
fallen hoeren koennte, waere da nicht das Meeresrauschen.
Am Abend sitze ich mit anderen Reisenden im Restaurant, versuche Daal mit den Fingern zu essen, was eine recht klebrige
Angelegenheit wird und erfreue mich an den Delikatessen der Saft-Bar.
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Was mich am naechsten Morgen, obwohl ich eine gute Nacht im Ashram verbracht habe, etwas stoert, ist ein gewisser
Krankenhausgeruch von ayurvedischen Kraeutern und Medizinen, der ueberall in den Fluren haengt und mich in dem Entschluss, nur eine Nacht hier zu verbringen, bestaerkt.
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Kleines Fegefeuer, Kollam, nachmittags um halb drei
So stehe ich am naechsten Nachmittag um halb drei an einer Bushaltestelle in Kollam, etwa eine Busstunde suedlich vom Ashram und
weiss nicht, welchen Bus ich nach Varkala (eins der beiden "Badeparadiese" in Kerala) nehmen muss. Fahrplaene gibt es nicht, aus einem Lautsprecher neben der Haltestelle droehnt Musik in
einer Phonstaerke, dass ich mein eigenes Wort nicht verstehe...Als etwa zwanzig bis dreissig Busse vorbeigefahren sind, ohne dass ich mich verstaendlich machen konnte, versteht doch einer der
anderen Wartenden ploetzlich mein "VARKALA", das ich ihm ins Ohr gebruellt habe und zeigt mir einen Bus, der in die richtige Richtung faehrt...
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Die naechsten zweieinhalb Tage sind Badeurlaub pur und Erholung von den Stressen Bangalores: Ein Bungalow, keinen Steinwurf vom
Meer entfernt, ein kleiner fast menschenleerer Strand mit Fischerbooten, kilometerlange Wanderwege an der Kueste entlang, kreisende Milane, niedliche schneeweisse Zicklein und
Meeresrauschen...

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Der Kellner des Strandrestaurants, in dem ich ein Fisch-Marsala esse, schwoert bei Allah, dass der Fisch frisch sei.
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Statistisches am Strand: In Kerala sterben mehr Menschen durch von Palmen herabfallende Kokusnuesse als durch
Blitzschlag.
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Anhang: Irgendwann beginne ich mich ueber solchen Meditationen am Strand zu langweilen und es zieht mich noch einmal in die
Backwaters.
Mit dem Zug benoetigt man von Varkala aus eine Stunde bis Kollam. Hier kann man Bootsfahrten auf der kleinen Insel Munroe
buchen, die am Zusammenfluss von Ashtamudi-See und Kallada-Fluss gelegen ist und von manchen Reisefuehrern als Paradies unberuehrter Natur beschrieben wird. Der Transfer dorthin mit dem Bus
dorthin dauert noch einmal 45 Minuten.
Statt Strassen und Wegen gibt es auf Munroe-Island nur eine Netz von Kanaelen, auf dem sich die Bewohner mit Kanus fortbewegen.
Mit einer kleinen Reisegesellschft - zwei amerikanischen Studentinnen, Ajay, einem Journalisten aus Delhi, seinen Eltern sowie einem Tourguide - besteige ich gegen Mittag das fuer uns
bereitliegende Knau.
Wir fahren durch Plantagen von Kokusnuessen und Roten Mangroven und an Wasserlilienfeldern vorbei. In einem Dorf, in dem wir
Station machen, schauen wir Frauen bei der Herstellung von Seilen aus Kokusgeflecht sowie der Gewinnung von Kokusoel zu, kosten die hier ueberall wachsenden Cashewnuesse und schwarzen
Pfefferschoten..
Auf der Insel laufen eben die Vorbereitungen fuer ein Fest: bunte Papierfiguren werden an den Ufern der Kanaele aufgestellt, ein
Elefant wird geschmueckt und einige Bewohner tragen schon Festtagskleidung...
Gegen Ende unserer Rundfahrt sitze ich im Kanu neben Ajays Vater. Es gibt etwas, auf das er sehr stolz ist, und das er mir nach
kurzem Vorgeplaenkel auch anvertraut: Sein Sohn hat ein Lied geschrieben, das nun der Titelsong eines Bollywood-Films ("Jail") ist, gesungen von Lata Mangeshkar, der Grand Old Lady des indischen
Gesangs.
http://www.smashits.com/jail/daata-sun-le-maula-sunale/song-185056.html